SC Freiburg - der Analogkäse der Bundesliga?

 

"Herr Streich, sind Sie bei Twitter?", "Nein, zum Glück nicht." 

(aus einem Kicker-Gespräch vor wenigen Wochen)

 

Martin Hoffmann beschäftigt sich in seinem heutigen Kommentar auf Sport1.de mit dem SC Freiburg und dessen Verhältnis zu Onlineauftritten seiner Spieler. Das Ergebnis ist ernüchternd. Ohne dass ich hier einen Vergleich mit anderen Vereinen machen kann, hätte der SC für seine Onlineaktivitäten sicherlich einen Abstiegsplatz verdient.

 

Die Website sah bis zum Relaunch aus wie das Wordpressprojekt eine Hobbydesigners, das offizielle Forum wurde vor Jahren geschlossen, der Twitteraccount döst wie der auf Instagram (zehn Beiträge insgesamt und der letzte ist von vor elf Wochen) komplett vor sich hin. Einzig Facebook wird als Soziales Netzwerk dauerhaft bespielt. Aber auch hier scheint alles andere als angekommen zu sein, dass es sich um kommunizierende Röhren und nicht um eine Kommunikation in nur eine Richtung handelt. Wenn man einmal keine Antwort bekommt, kann das sein, aber ab dem vierten Mal unterlässt man dann eben den Versuch mit dem Verein in Kontakt zu treten.

 

Als ein Nürnberger auf der Pressekonferenz nach dem Sieg in der letzten Rückrunde dachte verbal nachtreten zu müssen hatte Pressechef Rudi Raschke sofort die Vermutung, dass "es dabei wohl um jemanden von einem Fanmedium handeln müsse". Und Christian Streichs Antwort in einer anderen Presserunde auf die Frage warum soziale Medien wichtig seien, lautete "Arbeitsplätze". Was im ersten Moment ja für manche Ohren noch lustig klingt, zeigt mit welcher geringen Wertschätzung diese Kanäle im Verein gesehen werden.

 

Es bleibt nur zu hoffen, dass hier bald ein Umdenken stattfindet und der SC Freiburg nicht länger der Analogkäse der Liga bleibt.

 

 

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