Zehn Elfer, drei Ecken - Folge 12: Eintracht Braunschweig

 

In weniger als drei Stunden kommt es zu einer “Extremsituation”, zu einem “Ausnahmespiel”, dessen Bedeutung sich auch darin gut zeigt, dass seine Heiligkeit Marcel Reif persönlich sich bei Sky der Kommentierung des Spiels annehmen wird.

 

Nun ja, ich bin ja immer dafür es zwei Nummern kleiner aufzuhängen und freue mich auf 90 Minuten mit zwei Mannschaften die sich in den letzten Wochen gefunden haben, gute Ergebnisse ablieferten und teilweise auch ansehnlichen Fußball zeigten.

 

 

Ich darf nun das Wort an @CbvHeusinger ergeben und nochmals vielen Dank an ihn sagen!

 

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Zehn Elfer

 

1. Das bin ich in 140 Zeichen:

 

45 Jahre alt, Braunschweiger in Koblenz, Rechtsanwalt und auf Wirtschaftsrecht spezialisiert, Familienvater und Eintracht-Fan seit ich laufen kann.

 

2. So kam ich zu meinem Verein:

Von Hause aus gabs weder Fussball noch Sportschau. Als spoprtbegeisterter Braunschweiger Bengel hab ich dann aber schon in der E-Jugend des SV Querum (F-Jugend gabs damals noch nicht) gegen die Eintracht E-Jugend gekickt. Es war schon ein Erlebnis gegen junge Spieler zu spieklen, die später Karriere in der Bundesliga machten. Beispielsweise die Schmähler-Zwillinge. Gleichzeitig bin ich schon als Grundschüler mit Freunden und deren Vätern ins Stadion gegangen Damals unter dem Stern von Jägermeister und Trainer Branco Zebec war die Mannschaft sehr erfolgreich und es spielten dort Größen wie Bernd Franke und Danilo Popivoda. Wir haben dann als Kinder in der Gästekurve gestanden, die damals noch nicht so mit Fans besetzt war, wie das heute der Fall ist. Wenn es zu langweilig wurde, haben wire in bisschen vor dem Stadion gekickt.

 

Später bin ich dann Heimsamstag für Heimsamstag mit dem Fahrrad ins Stadion gefahren.

 

3. Niemals werde ich dieses Glücksgefühl vergessen, als...

Braunschweig letztes Jahr aufgestiegen ist. Das war Wahnsinn!

 

Und dazu dieser Song: Werdet zur Legende! http://www.youtube.com/watch?v=6MVKZ0xJOIQ

 

Für die Ewigkeit!

 

Aber auch nicht, als Braunschweig 1981 im Viertelfinale gegen den HSV mit 4:3 gewann und ich auf der Gegengrade gefeiert habe.

 

Also eigentlich steht BRaunschweig ja für Aufstiegsfeiern! Undd avon gab es viele. Das macht die Eintracht aus. Ich hoffe aber immer noch, dass das jetzt mal ein Ende hat und wir zumindest ein weiteres Jahr in Liga 1 bleiben. Die Mannschaft hätte es sich verdient und die Fans auch!

 

4. Im Giftschrank der Erinnerungen liegt...

Der Abstieg in die Amateuroberliga 1987. Ganz klar.

 

Und ebenso die Entscheidung von VW, den VFB Wolfsburg und nicht Eintracht BRaunschweig zu unterstützen. Ich kann das bis heute nicht fassen.

 

5. Diesem Spieler sollten wir einen Vertrag auf Lebenszeit anbieten...

Kumbela. Viele wichtige Tore für die Eintracht in den letzten Jahren und keinen Namen kann man nach einem Tor schooner Schreien.

 

Eigentlich haben wir aber mit Torsten Lieberknecht ja schon jemanden weit über seine active Zeit hinaus an den Verein gebunden. Ich glaube derzeit gibt es keiunen der es mehr verdient hätte als der Trainer!

 

6. Der unbesungene Held unseres Clubs ist...

Vernünftigerweise müsste sagen, dass ist das Management und die sportliche Leitung, die super Arbeit geleistet haben in den vergangenen Jahren. Aber das Fantastische an Eintracht sind auch die Fans– die Eintracht in guten und in schlechten Zeiten die Stange halten, Zuschauerrekorde in der 3. Liga aufgestellt haben und die Mannschaft feiern, egal was kommt!

 

 

7. Mein ewiger Lieblingsspieler des Vereins ist...

Ronni Worm, geiler Stürmer und er hat mir mal ein Autogramm in einem Tapetenmarkt gegeben und mir dann die Hand gegeben.

 

Und Wolfgang Grobe war auch ein cooler Typ mit abgefahrenen 70er Jahre Frisuren und klasse Stellungspiel als Verteidiger.

 

Man bin ich alt!

 

8. Mit dem SC Freiburg verbinde ich folgende Erinnerung... .

Klar: Volker Finke. Ein toller sympathsicher Trainer, der den Verein sehr geprägt hat und den SC so sympathisch vermarktet hat. Und meinen ersten Besuch im Dreisamstadion. am Rande eines Parteitages. BVB war zu Gast und hat 2:0 gewonnen. Tolles Stadion und tolle Atmosphäre in der Stadt vor und nach dem Spiel!

 

9. Außer Matthias Ginter hätte ich gerne folgenden Spieler des SC Freiburg bei uns im Kader ...

 

Ich habe noch nie darüber nachgedacht, welche Spieler von Freiburg ich bei der Eintracht hätte.

Darida wäre sicher eine Verstärkung für Eintracht. Diagne und Baumann auch. Also wahrscheinlich wären die meissten Spieler vom SC ne Verstärkung für Eintracht.:-)

 

Aber, ich finde die Mannschaft von Eintracht so wie sie ist klasse. Von daher also eher keinen.

 

 

10. Mein ultimativer Geheimtipp für Gästefans lautet:

 

Nach dem Spiel in den Biergarten im Seepark! Chillige Ecke und lecker Essen und Bier!

 

 

Drei Ecken

 

Ich wollte Dich schon immer einmal fragen:

Ob...? Du schon mal an der Hamburger Straße warst und wie Du das Stadion und die Stimmung dort findest?

 

Ich war dort selbst noch nie, finde es aber in höchstem Maße beeindrucken, was es dort immer an Unterstützung gab. Und dies war immer so vollkommen unabhängig von der Ligenzugehörigkeit.

 

 

Wann...? Du das erste Mal im Stadion warst und seit wann Du wirklich Fan von SC Freiburg bist?

 

Sympathisant des SC Freiburg als klassischer linker Erfolgsfan seit Anfang der 90er, selbst zum ersten Mal im Stadion gewesen im Jahr 2004, und die erste Dauerkarte in der Saison 2004/2005.

Das erste Mal bei einem Bundesligaspiel war im Jahre 1980 auf dem Betzenberg bei einem Spiel gegen den VfL Bochum. Es regnete die ganze Zeit, es war ein grausames Spiel und Friedhelm Funkel musste sich 70 (!!) Minuten aufwärmen, wurde vom Trainer aber trotzdem nicht eingewechselt.

 

 

Warum...? So eine kleine Stadt wie Freiburg es hinkriegt über Jahrzehnte hinweg so guten Fußball zu spielen und BRaunschweig da so seine Schwierigkeiten mit hat.

 

Der SC hatte das große Glück, in einer Phase als die Fernsehgelder mehr und mehr, und damit auch die Unterschiede zwischen den Vereinen größer und größer wurden, richtige Entscheidungen zu treffen. Ohne das Duo Achim Stocker und Volker Finke wäre der SC Freiburg eine Randnotiz der Bundesligageschichte. Sei es der Stadionausbau, das erste Jungendinternat eines Bundesligisten, die finanzielle Solidität und vor allem das klare fußballerische Leitbild, das sich durch alle Mannschaften zieht, machte und macht dies möglich. Wie lange dies noch der Fall sein wird, entscheidet sich maßgeblich daran, ob und wann ein neues Stadion bezugsfertig sein wird.

 

 

 

 

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