Zehn Elfer, drei Ecken - Folge 08: Werder Bremen

 

Am Freitag kommt mit Werder Bremen ein Team nach Freiburg, das in der Außenwahrnehmung einiges mit dem SC gemeinsam hat:

 

Auch Bremen wird von vielen als sympathisch wahrgenommen, auch in Bremen bestimmt Ruhe und Gelassenheit das Handeln des Vereins und auch in Bremen geht es dieses Jahr gegen den Abstieg.

 

Nach dem souveränen und klasse herausgespielten 4:1 in Frankfurt heißt es für den SC nun also nachlegen gegen den ehemaligen Trainer und den wohl konstantesten Spieler der letzten Jahre.

 

Und damit Ihr nicht unvorbereitet in das Spiel gehen müsst, gibt es auch heute wieder „Zehn Elfer, drei Ecken“ denen sich die wunderbare und unvergleichliche Jana angenommen hat.

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Zehn Elfer

 

1. Das bin ich in 140 Zeichen:

140 Zeichen sind viel zu viel, um mich zu beschreiben. Ich bin einfach sterbenslangweilig normal mit Hang zu Lokalpatriotismus und Schokolade. Fußball bestimmt Beruf und Freizeit.

 

2. So kam ich zu meinem Verein:

Es ist einfach passiert, Werder hat sich irgendwann in mein Leben geschlichen.

Eine Mischung aus Rudi Völler, Schmieröl und einem gelben Plastikball ist verantwortlich dafür.

So die Kurzfassung, die lange Version gibt’s bei @ColliniSue (http://www.wochenendrebell.de/10-jana-liebt-den-sv-werder-bremen/)

 

3. Niemals werde ich dieses Glücksgefühl vergessen, als...

Ihr kennt dieses die „Wunder-von-der-Weser“-Ding? Jedes Einzelne absolut traumhaft und unvergessen.

Strömender Regen. Werder gegen den RSC Anderlecht in der Champions League. Strömender Regen. 3:0 zur Halbzeit hinten. Strömender Regen. Ostkurve. Nicht überdacht. Strömender Regen. 40.000 singen 45 Minuten lang ununterbrochen „Go West“. Strömender Regen.

Rufer

Rufer

Bratseth

Hobsch

Bode

Der Rest ist Geschichte…

 

und außerdem, damals. Als endlich die Autogrammkarte von Rudi Völler ankam.

 

4. Im Giftschrank der Erinnerungen liegt...

Vermutlich müsste ich jetzt sagen, der „Kutzop-Elfmeter“. Dem ist aber nicht so. Ich habe diese Zeit als eine sehr erfolgreiche und vor allen Dingen harmonische und unbeschwerte Zeit in Erinnerung. Man möge mich da verbessern aber in meiner, zugegeben noch recht jugendlichen Wahrnehmung fehlte zwar das i-Tüpfelchen zum Erfolg aber insgesamt war das eine großartige Phase mit fantastischen Spielen und tollen Persönlichkeiten.

Richtig schlimm war die ‚Nach-Rehhagel-Ära‘, die ja eigentlich schon am letzten Spieltag der Saison 1994/95 mit der verpassten Meisterschaft begann. Jedes der vergangenen zehn Jahre schien innerhalb von Wochen mit Füßen getreten zu werden. Auf dem Platz und außerhalb. Rumpelfußball, Zoff innerhalb des Vereins, der kurze aber große Irrtum Aad de Mos, perfekt war die Abwärtsspirale. Die wohl härtesten vier Jahre meines Fan-Daseins. Dagegen ist sogar die aktuelle Situation nicht gerade ein Zuckerschlecken aber durchaus noch erträglich.

 

5. Diesem Spieler sollten wir einen Vertrag auf Lebenszeit anbieten...

Hätten wir sollen…wäre in dem Fall die richtige Formulierung. Ich meine natürlich Johan Micoud. Nie konnte man sich sicher sein, was einen erwartete – Genie oder Wahnsinn, Diva oder Kumpel. Und diese Pässe…es passiert ja nicht häufig, dass gegnerische Abwehrreihen applaudieren aber ich hatte beständig das Gefühl, dass diese genau das in schönster Regelmäßigkeit am liebsten hätten tun wollen.

Und ganz ehrlich bei „Hey Jude…“ kriege ich noch heute eine Gänsehaut.

 

6. Der unbesungene Held unseres Clubs ist...

Uwe Reinders. Dafür reichte ein Tor. Aber auch sonst…

 

7. Mein ewiger Lieblingsspieler des Vereins ist...

Ich könnte mich wiederholen und auf Antwort fünf verweisen. Schließlich ist auch das Trikot mit der Nummer 10 aus dem Sommer 2004 das einzige, das in meinem Schrank zu finden ist.

Aber wenn ich ehrlich bin, kann ich mich gar nicht richtig entscheiden. Wenn ich darf, baue ich mir einen Spieler aus Rudi Völler, Norbert Meier, xx (darf ich nicht sagen, wird auf der Stelle gegen mich verwandt), Andreas Herzog, Johan Micoud, Andreas Reinke und Alexandar Ignovski zusammen.

Darf ich…?

 

8. Mit dem SC Freiburg verbinde ich folgende Erinnerung...

Puh…jetzt erwischt Du mich echt auf dem falschen Fuß. Ich war noch nie in Freiburg, kenne weder Stadion noch Umfeld des Vereins. Ich empfinde den SC als sympathischen, soliden Verein, der von der Öffentlichkeit immer noch nicht so wahrgenommen wird, wie er es vermutlich verdienen würde.

Nur eins noch…vor fast genau drei Jahren hat Werder mit einem 3:1 im Breisgau begonnen, sich aus dem Tabellenkeller zu verabschieden.

Nichts für ungut…ich hätte auch heute nichts dagegen.

 

9. Außer Matthias Ginter hätte ich gerne folgenden Spieler des SC Freiburg bei uns im Kader...

Mit Cardoso, Todt, Frey und Makiadi hatten bzw. haben wir schon vier Freiburger in unseren Reihen. Du würdest uns also gerne noch einen weiteren aufschwatzen wollen?

 

10. Mein ultimativer Geheimtipp für Gästefans lautet...

Da ich ja eher selten im Gästeblock des Weser-Stadions (ja, ja…mir ist schon zu Ohren gekommen, dass es da nicht soooo schön sein soll) stehe, gibt’s die Expertentipps sicherlich eher von anderen.

Aber so eine Anreise per Schiff mit der Hal Över aus Richtung Norden direkt bis vor die Westkurve ist schon pure Romantik.

 

Drei Ecken

 

Ich wollte Dich schon immer einmal fragen...

 

Du lädst Christian Streich zum Abendessen ein. Was kochst Du und welche drei Fragen stellst Du ihm dabei?

 

Meine Gemüsepfanne mit Reis, die geht schnell ist lecker und es bleibt Zeit sich zu unterhalten. Streich meinte mal, dass er immer von allen gefragt werde und es viel seltener als früher zu normalen Gesprächen kommen würde. Deshalb gäbe es von mir keine Fragen, sondern viel Aufmerksamkeit für einen sicherlich höchst interessanten Gedankenaustausch.

 

Was machst Du am 10. Mai 2014 um 17:20 Uhr?

 

Entweder mit Tränen im Gesicht (aus welchem Grund auch immer) in Hannover im Gästeblock stehen oder entspannt mit den Kindern spielen, da bereits zuvor alles klar war.

 

Welche drei Stadien willst Du in Deinem Leben als Fußballfan unbedingt noch einmal sehen??

 

Nun wird es sehr sehr klassisch und furchtbar uninspiriert:

- Der große Traum ist einmal das Old Firm im Celtic Park sehen zu dürfen, das dauert ja aber noch etwas bis das wieder möglich ist.

- Auch so ein Langweiler: Anfield Road, einmal auf The Kop stehen und mitsingen dürfen

- Das neue Freiburger Stadion, denn ohne dieses wird es beim SC auf Dauer keinen Bundesligafußball mehr geben.

 

 

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