Zehn Elfer, drei Ecken - Folge 02: Mainz 05

 

Der SC Freiburg fährt am Samstag nach Mainz und ntürlich gibt es auch heute wieder die Vorschau "Zehn Elfer, drei Ecken".

 

Und es macht mich stolz, dass niemand anders meine Fragen beantwortet als die bezaubernde, oft kopierte, aber nie erreichte Clio, bei der ich mich nochmal herzlich bedanke und der ich nun das Wort übergebe.

 

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Zehn Elfer

 

1. Das bin ich in 140 Zeichen:

Geschichtsstudentin (Clio ist die hier die Muse der Geschichtswissenschaft, keine Hommage an Renault!) für die Fußball die schönste Nebensache ist.

  

2. So kam ich zu meinem Verein:

Ich bin ja nicht Zeit meines Lebens Mainzer, das muss ich zugeben, denn Mainz war für mich als Kind weeeeeit weg. Nur alle 2 Jahre ging es zum Kauf eines neuen Anoraks in die große Stadt. Dann wurde aber klar, dass ich in Mainz studiere (und parallel dazu entstand ein regionaler Hype, als Kloppo Spielertrainer wurde). Das Saisonfinale 2002 war ich dann schon eher traurig ob des (ersten) verpassten Aufstiegs als glücklich wegen der Dortmunder Meisterschaft. Dann fand ich auch noch heraus, dass der Bruchweg 10 Fußminuten von der Uni entfernt ist – perfekt. Noch vor Studiumsbeginn wurde ich Mitglied und war mehrfach in der Woche beim Training. Ich kann kein Ereignis nennen, dass mich *klick*zum Nullfünfer gemacht hat – es hat einfach gepasst.

 

3. Niemals werde ich dieses Glücksgefühl vergessen, als...

der erste Aufstieg perfekt geworden ist. Ich war heiser, weil ich – abergläubisch, wie ich bin – fürchtete, wenn ich leise bleibe, geht zum dritten Mal was schief. Ich war wie immer alleine im Stadion und hatte erstmals dieses „Wir gehören alle zusammen“-Gefühl.

 

4. Im Giftschrank der Erinnerungen liegt...

EURRROBBABOGAAAAAAL ... EURRROBBABOGAAAAAAL ...“ – „Ihr Mainzer! Feiert ihr nur schön im Voraus. Ihr fliegt doch in der ersten Runde raus!“ – „Ha! Neidische Frankfurter!“ .... Ups.

 

5. Diesem Spieler sollten wir einen Vertrag auf Lebenszeit anbieten... 

Von den aktuellen? Definitiv Noveski. Da gibt es kein Wenn und Aber und Überlegen.

 

6. Der unbesungene Held unseres Clubs ist.. 

Unbesungen? In Mainz? Den gibt’s nicht! ;-)

  

7. Mein ewiger Lieblingsspieler des Vereins ist... 

Bumm-Bumm-(Christof) Babatz. Er war mein erster Lieblingsspieler, den bislang niemand „erreichen“ konnte.

 

8. Mit dem SC Freiburg verbinde ich folgende Erinnerung...  

Einen ewig langen Fußmarsch, weil meine Gruppe unbedingt – die Haltestellen betrachtend - hinter der Innenstadt zusteigen wollte („Da ist weniger Gedränge an den Haltestellen“), sodass wir letztendlich den ganzen Weg von der Innenstadt zum Stadion in eiligem Fußmarsch hinter uns brachten, weil natürlich alle Bahnen gnadenlos überfüllt waren.

 

9. Außer Matthias Ginter hätte ich gerne folgenden Spieler des SC Freiburg bei uns im Kader ...

Oliver Sorg.

 

10. Mein ultimativer Geheimtipp für Gästefans lautet....

Versucht nicht, in der Nähe des Stadions zu parken: Die Stadt hatte kein Geld mehr dafür. Die ausgeschilderte, weiterhin nahe Uni ist nicht dafür gemacht. Dafür funktioniert das mit den Shuttle-Bussen vom Hbf und vom Messeparkplatz (für Autofahrer) einwandfrei. Ach ja: Ne Feuerwurst im Stadion muss sein!

 

 

Drei Ecken

 

Ich wollte Dich schon immer einmal fragen:

 

Ob... du dich in deiner Schulzeit gegenüber Bayern- und FCK(?)-Fans rechtfertigen musstest, Fan vom SC Freiburg zu sein?

 

Während meiner Schulzeit (die ist ja schon länger her) war der SC noch ein unbedeutender Verein in der zweiten Liga und meine Liebe galt damals vor allem zwei Vereinen aus dem Norden und einem vor Ort. Aber auch da gab es immer wieder Gespräche, weil Leute ohne Ahnung vom Fußball, die egal welchem der beiden rot-weißen Clubs nachhängen, gibt es ja überall.

 

Wie. sieht dein üblicher Tagesablauf aus, wenn du zu einem Heimspiel nach Freiburg fährst? Hast du irgendwelche Riten?

 

Heimspiel heißt für mich an einem Samstag um 12 Uhr daheim aufzubrechen um etwa gegen 14.45 Uhr im Stadion zu sein. Habe immer meine feste peer-group bei der ich auf der Süd stehe und die ich in der Regel auch vorher bitte mir einen Platz freizuhalten. Früher war es Pflicht ein Steakbrötchen zu essen, aber seit aus dem halben Schwein nur noch ein Viertel wurde ist dieses Ritual eingeschlafen. In der Regel versuche ich nach dem Spiel recht schnell wegzukommen, weil der ICE um 17.49 Uhr dazu führt, dass ich bereits um 20 Uhr wieder zu Hause bin. Sonstige fixe Rituale gibt es nicht, was nicht heißt, dass es den ein oder anderen Aberglauben gibt.

 

Warum...steigt der SCF auch dieses Jahr nicht ab?

 

Weil der besondere Charakter der Mannschaft wirklich vorhanden und nicht nur herbeigeredet ist. Viertelfinale, you remember?

Weil der Kader qualitat wohl der beste ist, den es in Freiburg je gab.

Weil Oliver Baumann, Jonathan Schmid und Ahmed Mehmedi die Rückrunde verletzungsfrei durchspielen werden.

Und zuletzt: Weil Christian Streich.

 

 

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